Wednesday, August 31, 2005

5 Gründe Linux nicht zu benutzen

Da ja viele wissen, das ich Fan des freien Systems bin, wird euch diser Post wohl verwundern. Doch keine Angst ... ich möchte hier nur über eine Satire von Steven Vaughan-Nichols berichten, der die 5 meistgebrauchten Argumente von m$ Verfechtern aufgreift und auf die Schippe nimmt.

Link: www.linux-watch.com

Opera Keys

Wen noch ne kostenlose Opera Lizenz will, sollte sich beeilen. Hier muss man nur seine Mail eintragen und bekommt Keys für Win, Linux, MacOS ... Das ganze geht bis zum 30.08.05 um 9:00 Uhr

Ich benutz zwar im normalfall kein Opera, aber ich dachte: Für diejenigen die schlechte Software (Internet Explorer) loswerden wollen wäre das doch mal ein guter Grund zu wechseln ...

Tuesday, August 30, 2005

Wahl: Noten der Wahlprogramme

Hier hat das ZDF einige Wahlprogramme bewertet. Sollte man als Wähler vielleicht mal anschaun.
Hier noch eine Liste der Wahlprogramme als PDF

Hier auch noch was nützliches:
www.wahl-o-mat.de

Hat bei mir jedenfalls die partei die ich eh schon favorisiere angezeigt ...

Verbraucherschützer mahnen Jamba ab

Laut diesem Bericht haben jetzt auch Verbraucherschützer Jamba abgemahnt.
Mein Kommentar dazu: Sweety muss sterben! Ich hoffe das ist der Anfang vom Ende dieser Plage.

Monday, August 22, 2005

Test: (K)Ubuntu GNU/Linux

Ich möchte hier mal einen kleinen Test über die Linux Distribution (K)Ubuntu posten, also fang ich gleich mal an.
Auf der Suche nach einem einfach zu wartenden und komfortabel zu bedienenden System bin ich auf Ubuntu gestoßen. Ich entschied mich, da die Distri auf dem PC meiner Schwester und bei nem Kumpel zum Einsatz kommen sollte und beide keine Linux haben, für die Version "Kubuntu" mit KDE als Desktopumgebung.
Da ich bis her mit Slackware und Debian ohne Probleme arbeiten kann und ein wenig gebastel liebe, sehe ich auch keinen Grund zu wechseln, aber ein Kumpel von mir wollte mal Linux antesten und so habe ich mir das System mal testweise bei ihm und meiner Schwester installiert war positiv überrascht.

Das Setup ist mehrsprachig und die deutsche Übersetzung ist gut gelungen. Die Setuproutine ist einfach, funktionell und, im Vergleich zum "normalen" Debian Installer etwas vereinfacht worden. Die Installation neben WinXP ging ohne Probleme über die Bühne. Genauso problemlos funktionierte die Hardwareerkennung und die automatische Konfiguration des X-Servers. Sogar das Modell der Maus und des Monitors wurde richtig eingetragen. Sound, Video usw. hat nach der Installation bereits super funktioniert.

Da die zusätzlichen Sprachpakete, Updates und zusätzliche Software aus dem Netz geladen werden, ist eine schnelle Internetverbindung fast Pflicht. Die komplette Installation hat ungefähr 2 Stunden gedauert, was aber zum Großteil an meiner langsamen Internetanbindung (DSL 768) gelegen hat.

Für Windows Umsteiger und Konsolen-Muffel sind schon die nötigen grafischen Frontends wie z.B. Synaptic für apt dabei. Ein Systemupdate und Installation zusätzlicher Software konnte so auch von einem Linux-neuling ohne Shell-Kentnisse ausgeführt werden.

Das einzige, das mit negativ aufgefallen ist, waren 2 Abstürze des Konqueror. Dies ist aber später nicht mehr vorgekommen.

Fazit: Da das System auf Debian basiert, wurde das tolle Paketmanagement und der Installer übernommen. Die Hardwareerkennung funktioniert gut und die Standardconfigs sind brauchbar. Über die richtigen Einstellungsmöglichkeiten kann ich nicht viel sagen, da mir für ein Desktop System die normale Routine gereicht hat.

Abschließend kann ich sagen: Ubuntu ist definitiv ein schönes System für Desktopsysteme. Auf nem Server müsste ich es noch testen, aber der erste Eindruck war überraschend gut. Allen die mal Linux ausprobieren wollen oder Probleme bei bisherigen Versuchen hatten, kann ich das System empfehlen, aber man sollte immer an einige Dinge denken:
- Linux ist kein Windows, sondern komplett anders aufgebaut, auch wenns teilweise ähnlich aussieht
- Auch wenn vieles grafisch geht sollte man sich ein wenig in die Shell einarbeiten, denn mit Konsolenkentnissen kommt man bei Problemen auf jeden Fall weiter

Vielleicht könnte die Testperson, bei der ich das System installiert habe mal seine Meinung als Windows User dazu posten.

Links:
Deutsches Anwenderhandbuch: http://www.elyps.de/
Ubuntu Linux Homepage: http://www.ubuntulinux.org/

Saturday, August 20, 2005

Stuff: Rekursive Akronyme rocken

Ich bin mal durch zufall auf die Langform von GNU gekommen und dadurch auf Rekursive Akronyme gestoßen.

Aus Wikipedia:
Als rekursives Akronym bezeichnet man eine Abkürzung, die in der Erklärung ihrer Bedeutung auf sich selbst verweist. Rekursive Akronyme sind normalerweise Initialwörter. Der Begriff wird auch für Abkürzungen gebraucht, die eigentlich keine Akronyme sind. Die meisten rekursiven Akronyme treten in der Open-Source-Szene auf.


Ein paar coole Beispiele:

# GNU's Not Unix!
# HURD - HIRD of Unix-Replacing Daemons
# LAME Ain't an Mp3 Encoder
# WINE Is Not an Emulator

Offtopic: Nein ich lebe nich in ner anderen zeitzone, aber wir haben gerade Vollmond und da verspüre ich keine Lust auf Schlaf

Funstuff: Interessante Experimente

Tuesday, August 16, 2005

Weltgeschehen: Von Terror und Antiterror

Das hier habe ich in den Tiefen eines Forums entdeckt, ich möchte hierzu nur eine Meinung abgeben: Der Mann hat recht!

Noam Chomsky:
Terror ist das, was die anderen uns antun


Terror und Gegenterror
Es ist ein auffälliges Merkmal in der Geschichte, dass Unterdrückung zu Widerstand führt und Widerstand oft zum gewalttätigen Widerstand wird. Wenn das geschieht, wird jener Widerstand stets Terrorismus genannt. Das gilt in allen Fällen, sogar bei den brutalsten Massenmördern der Welt. Zum Beispiel beschrieben die Nazis ihre Aktivitäten in Europa als die Verteidigung der Bevölkerung gegen den Terrorismus der Partisanen, welche von außerhalb geleitetet würden. Dasselbe gab es mit den Japanern in der Mandschurei. Sie verteidigten die Bevölkerung gegen den Terrorismus der Chinesischen Banditen. Propaganda, egal wie einfältig, enthält immer ein Stückchen Wahrheit, wenn es überhaupt glaubwürdig sein soll. Und sogar im Fall der brutalsten Massenmörder, wie den Nazis oder den japanischen Eindringlingen, gab es ein Element der Wahrheit in ihren Behauptungen. So waren ihre Argumente in einer bestimmten verdrehten Weise legitim, dasselbe kann für die Vereinigten Staaten, die Türkei und andere Länder, die behaupten ihre Bevölkerung gegen Terrorismus zu verteidigen, auch gesagt werden.
Bezüglich dem Begriff des Terrorismus gibt es zwei Ausdrücke: Der eine ist »Terror«, und der andere ist »Gegenterror«. Wenn man z.B. in den Handbüchern der US-Armee nachsieht findet man, dass sie »Terror« und »Gegenterror« definieren. Und das Interessante dabei ist, dass diese Definitionen im Prinzip identisch sind. Terror ist offensichtlich genau das gleiche wie Gegenterror. Der Hauptunterschied liegt im Urheber der terroristischen Gewalt. Wenn es jemand ist, den wir nicht mögen ist es Terror. Ist es jemand, den wir mögen, ist es Gegenterror. Aber abgesehen von dieser Definition sind die Handlungen ziemlich diesselben.
Ein anderer wichtiger Unterschied zwischen Terror und Gegenterror ist, dass das was »Gegenterror« genannt wird, üblicherweise von Staaten ausgeführt wird. Es ist der Terrorismus den Staaten ausführen. Und Staaten haben Ressourcen, die es ihnen ermöglichen weitaus gewalttätiger und zerstörerischer zu sein als private Terroristen. Also ist das Endergebnis, dass der staatliche Terrorismus denjenigen jeder anderen Person oder Gruppe auf der Welt bei weitem übersteigt.
Wir lesen ständig, dass Terrorismus die Waffe der Schwachen ist. Das ist absolut falsch, genau das Gegenteil der Wahrheit. Wie jede andere Waffe wird Terror von den Starken viel effektiver genutzt, welche überall auf der Welt die »führendsten Terroristen« sind, abgesehen davon, dass sie es »Gegenterror« nennen.
Derzeit hören wir jeden Tag, dass es einen »Krieg gegen den Terror« gibt, der von den allermächtigsten Staaten ausgerufen wurde. Tatsächlich ist er sogar zum zweiten Mal ausgerufen worden. Er wurde ja bereits im Jahr 1981 deklariert, vor zwanzig Jahren. Als die Reagan-Regierung ins Amt kam, legte sie fest, dass der Kern der US-Außenpolitik staatlich gesponserter internationaler Gegenterrorismus sein würde, die Plage der Neuzeit. Sie verkündeten, dass sie das Böse aus der Welt vertreiben würden. Der Krieg ist nun erneut ausgerufen worden, mit der selben Rhetorik und fast von den gleichen Leuten.

Wednesday, August 10, 2005

Software: Internet Explorer (IE)

Dass ich als Liebhaber eines freihen Betriebssystems nicht unbedingt ein Fan von Mircosoft und den Produkten dieser Firma bin sollte klar sein, aber trotzdem möchtei ch in diesem Artikel über den Internet Explorer (im weiteren IE genannt) berichten.


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Internet Explorer

Der Internet Explorer (Abkürzung: IE oder MSIE) ist der Webbrowser von Microsoft für das Betriebssystem Microsoft Windows. Seit Windows 95b, SR2 ist der Internet Explorer fester Bestandteil von Windows-Betriebssystemen. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Für einige Zeit gab es auch Versionen für Unix-Derivate wie Solaris und AIX. Bis zum Jahr 2003 entwickelte Microsoft eine Mac OS-Variante des Internet Explorers, jetzt jedoch nicht mehr. Die aktuelle Version ist nur für Windows XP mit dem Service Pack 2 erhältlich (Version: 6.0 SP2). Die aktuelle Entwicklerversion ist 7.0 Beta 1.

Nach der Verdrängung des Netscape Navigators im so genannten 1. Browserkrieg ist der Internet Explorer heute der meistgenutzte Browser im World Wide Web.


Die Frage für mich ist: Warum wird der IE so oft genutzt?
Ich vermute Microsofts Schritt den IE fest in Windows einzubaun wird der Hauptgrund sein.

Jetzt werden viele vielleicht fragen: Wieso sollte der IE nicht verwendet werden?

Es gibt im Prinzip 2 Faktoren warum der IE nicht verwendet werden sollte: 1. Die Sicherheit und 2. die Funktionen und Handhabung (das wird wohl die meisten Leute ansprechen).

Zum 1. Thema:

Sicherheitslücken:
Da Software von Menschen gemacht wird und dadurch auch Fehler entstehen können, ist es unausgeschlossen, dass sie fehlerfrei ist, aber gerade deßhalb sollten Fehler so schnell wie möglich behoben werden. Aber dies wird wohl bei Microsoft nicht so genau genommen, denn viele Sicherheitslücken werden erst Monate nach ihrer Entdeckung behoben. Hier gibt es Infos über noch nicht behobene Sicherheitslücken des IEs.

ActiveX
ActiveX kann Code ausführen und die ActiveX Komponenten haben Zugriff auf das System. Daher sind fehlerhafte Komponenten und Schädliche ActiveX Plugins ein erhebliches Sicherheitsrisiko und beliebtes Ziel für Angriffe. Mittlerweile wird zwar vor dem Installieren nachgefragt ob solche Plugins installiert werden sollen, aber ich halte die Methode nicht wirklich sicher.

VBScript und JScript
Da der IE VBScript und JScript* interpretieren kann, bietet er hier ebenfalls eine Schwachstelle, die für Angriffe genutzt werden kann. Diese beiden Techniken werden als kritisch angesehen, da sie umfassenden Zugriff auf Dateisystemobjekte zulassen.

*Mit JScript ist nicht Java-Script gemeint sondern sein bösartiger Bruder :) Es ist teilweise kompatibel zu Java-Script, lässt aber Zugriffe aufs System zu. JScript ist eine Microsoft eigene Scriptsprache, die nur vom IE unterstützt wird. Es werden zwar ein paar Nicht Standarisierte Erweiterungen aus Jscipt auch von anderen Browsern verwendet, jedoch nicht die, die die Sicherheit gefährden.

All diese Punkte haben dem Ie den Ruf als unsichersten Browser eingebracht, da durch bestimmt formatierte HTML Seiten der Browser oder das komplette Betriebssystem zum Absturz gebracht werden können. Zudem können durch Ausnutzen der Sicherheitslücken und AcitveX die Einstellungen manipuliert und und persönliche Daten des Benutzers ausgelesen werden. Es können genauso Programme ausgeführt werden, die die sich ohne Wissen des anwenders im Hintergrund installieren.

Eine so ganannte "Personal Firewall" schützt einen in diesem Fall nicht im geringsten, da der Zugriff des Browsers im Normalfall gestattet wird (sonst wäre surfen damit nicht möglich) Ein Virenscanner ist auf Windows Systemen eh notwendig, schützt aber nur begrenzt vor Angriffen über den Browser.

Zu Thema 2:
Neue Techniken im Web
Der IE unterstützt zwar CSS 1.0 und JavaScript/DOM fehlerfrei, hat jedoch Probleme bei der Implementierung von neuen und sinvollen Techniken wie XHTML, CSS 2.0, DOM 2 und 3, PNG. Diese neueren Techniken werden zwar teilweise, aber meist fehlerhaft unterstützt. Die durch Blogs bekannt gewordene Technologie RSS kennt der IE überhaupt nicht.

Features, Customization und Erweiterungen
Da den Meisten Benutzern ihre Sicherheit und Privatsphäre nicht viel oder überhaupt nichts bedeutet, muss ich wohl mit Tatsachen überzeugen, die dem Benutzer mehr am Herzen liegen. Dazu gehören zum einen Customization, also das Anpassen des Aussehens und auf Bedürfnisse angepasste Zusatzfunktionen.
Beispiele für solche Zusatzfunktionen in Verbindung mit dem Mozilla Firefox findet man hier und Themes hier.

Da ich persönlich nur den Firefox verwende. Kann ich schlecht sagen, wie es mit der Unterstützung von Extentions(Erweiterungen) bei anderen Browsern aussieht, aber Themes bieten die meisten.

Zu den Features, die sich bei Browsern mittlerweile etabliert, haben gehören unter anderem ein integrierter Popup Blocker sowie so genanntes "Tabbed Browsing".
Einen integrierten Popup Blocker hat der IE erst seit dem Service Pack 2 von Windows XP und Tabbed Browsing wird wenn dann nur von anderen Browsern unterstützt, die auf den IE aufsetzen.

Alternativen

Hier möchte ich ein paar Alternativen, die für unterschiedliche Platformen verfügbar sind aufzeigen:

Mozilla Firefox:

Mozilla Firefox ist ein intuitiv zu bedienender und mit ebenso innovativen wie nützlichen Funktionen ausgestatteter Open Source-Browser. Die integrierte Suchleiste ermöglicht ein überaus effizientes Durchsuchen von Websites, per Tabbed Browsing lassen sich mehrere Websites in einem Browser-Fenster betrachten, nervige Popups werden geblockt und über ein Eingabefeld rechts neben der Adressleiste lassen sich ohne Umweg Suchanfragen an Google, Wikipedia oder andere stellen.


Mozilla Suite:

Die Mozilla Suite umfasst allem voran den eigentlichen Mozilla-Browser, einen E-Mail-Clienten, den Mozilla Composer zum Erstellen eigener Websites sowie zudem dem den Chat-Client Chatzilla. Das Zugpferd sind der Browser, welcher sich einen Namen durch hervorragende Unterstützung diverser Web-Standards einen guten Namen gemacht hat, sowie der E-Mail-Client mit integriertem Spamfilter.


Website des Mozilla Projekts: http://www.mozilla.org/

Opera:

Der Browser Opera des gleichnamigen norwegischen Software-Unternehmens ist mittlerweile mehr als nur eine Alternative. An Ideenreichtum mangelt es den Entwicklern kaum und mit Opera 8 wirkt auch die Oberfläche aufgeräumt. Der integrierte und selbstverständlich mit Spam-Filter ausgestattete E-Mail-Client namens M2 ist über jeden Zweifel erhaben und kann auch News-Feeds verarbeiten.

Website: http://www.opera.com/

Warum also sollte ein vernünftiger Mensch den IE verwenden? Mir fallen dazu nur ein, dass wahrscheinlich viele die Anwender zu faul sind einen anderen Browser zu installieren oder trauen sich nicht etwas neues auszuprobieren. Es gibt gute Alternativen, die sicherer sind und mehr Möglichkeiten bieten und zudem die W3C Standards komplett unterstützen.

Was man auch noch bedenken sollte: Webseiten sollten nicht auf den Internet Explorer optimiert werden, da oft HTML und CSS ncht Standardkonform interpretiert werden und so Benutzer anderer Browser und anderer Betriebssysteme ausser Windows benachteilt werden, da diese Seiten fehlerhaft angezeigt werden können.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/ActiveX
http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Explorer
http://ulm.ccc.de/chaos-seminar/
http://www.heise.de/security/
http://www.computerbase.de/downloads/software/browser/

Thursday, August 04, 2005

Data retention is no Solution | privacy is important

http://www.dataretentionisnosolution.com/index.php?lang=de

Dies ist der Titel, in dem ich mich über Datenschutz und "geht-mich-doch-nichts-an Mentalität" auslassen werde.
Dieses "ich hab doch nichts zu verbergen" geht mir mittlerweile total auf die E***. Fakt ist allerdings, dass man meiner Meinung nach mit dieser Einstellung die Bildung eines Überwachungsstaates fördert. Fühlt ihr euch wohl dabei, wenn man nachvollziehen kann wofür ihr euer Geld ausgebt, an wen ihr Mails schreibt und mit wem ihr chattet.
Ich versuche mit diesem Artikel nicht die Leute zu "bekehren", sondern ich will den Leuten Fakten zeigen. Mit Hilfe dieser Informationen kann dann jeder selbst für sich entscheidet ob ihm das Thema wichtig ist.

Fakt 1: Vorratsspeicherung

Der Vorschlag von Justizministern und EU-Kommission zur Vorratsdatenspeicherung beinhaltet eine Verpflichtung von Telefongesellschaften und Internetprovidern, die Verbindungsdaten von Telefonaten, SMS, Internet- und E-Mailverkehr ihrer Kunden langfristig zu speichern. Eine solche Vorratsdatenspeicherung würde zeigen, wer mit wem telefoniert, wem er E-Mails oder SMS gesandt, welche Webseiten er besucht und sogar von wo aus er mit seinem Handy telefoniert hat. Dadurch würden die Überwachungsbefugnisse unverhältnismäßig erweitert, denn zu Überwachungsobjekten würden nicht nur verdächtige Kriminelle bzw. Terroristen sondern alle Internetnutzer/innen.


Fakt 2: ICQ/Aim loggt eure Gespräche, verwertet dies, darf das ganze kommerziell nutzen und macht daraus kein Geheimnis
"Sie stimmen zu, dass sie durch das Senden jeglichen Materials / jeglicher Information an irgendeinen der ICQ-Dienste Ihr Copyright und jegliches andere proprietäre Recht auf das versendete Material aufgeben. Desweiteren stimmen Sie zu, dass ICQ Inc. berechtigt ist, es nach eigenem Ermessen in jeglicher für angemessen erachteten Art und Weise zu nutzen, inklusive (aber nicht nur) die Veröffentlichung und Verbreitung des Materials."


Fakt 3: Microsoft folgt ihrer Standardprozedur und drot wie immer mit Klagen

Beim Microsoft .NET Messenger (besser bekannt als MSN Messenger) sind es nicht nur die Probleme des verschlossenen Protokolls - hier wird es freien Clients gar per Lizenz verboten, überhaupt zum Netzwerk zu verbinden:

“Sämtliche Softwareclients, Dienste oder Anwendungen von Drittanbietern, die nicht in der unten angegebenen Liste aufgeführt sind, sind nicht durch Microsoft autorisiert, eine Verbindung mit .NET Messenger Service aufzubauen.”


Ich denke diese Fakten sollten vorerst mal ausreichen.


Dabei gibt es Lösungen, die jeder anwenden kann:

- Jabber bietet mehr Funktionen und bessere Server als ICQ, MSN & Co. ist zudem dezantral und das Protokoll ist komplett frei verfügbar. Der einzige Grund gegen Jabber ist, dass sehr viele Leute ICQ & Co benutzen und die meisten zu festgefahren sind um zu wechseln, das wird sich ändern, wenn die Leute den Vorteil und die Möglichkeiten eines freien Protokolls erkennen.
Hier ein sehr gutes, deutsches Jabber Portal mit Hintergrundinformationen, Anleitungen usw.

- Mails kann man via GPG/PGP verschlüsseln (Auf Anfrage könnte ich da eventuell ein Howto zum Thema Mozilla Thunderbird + GPG schreiben)

- Man kann die Petition gegen Vorratsdatenspeicherung unterstützen (siehe Link)

Da mir klar ist, dass jetzt wieder Leute kommen, die meinen "der Typ ist zwar paranoid und benutzt trotzdem ICQ und tut bloggen.

1. Ich finde meine Haltung gegen Datenspeicherung und das Ausspionieren normal. Es kann sein, dass ich paranoider als andere Menschen bin, aber darum geht es hier nicht.

2. Ich benutze ICQ, aber über nen Jabber-Gateway mit SSL-Verschlüsselung (jedenfalls meistens). Würden mehr Leute,die ich kenne Jabber benutzen, würd ich ICQ ins Nirvana jagen.

3. Ja ich blogge, aber annonym. Jemand fremdes wird in diesem Blog weder ne Email-Adresse, noch meinen Richtigen Namen oder meinen Nick, mit dem ich sonst im Web unterwegs bin, finden. Die Leute, die wissen wer ich bin dürfen das auch wissen und der Rest bleibt aussen vor.


Quellen:
http://www.ccc.de
http://deshalbfrei.org/
http://www.dataretentionisnosolution.com

Tuesday, August 02, 2005

Mein Server ist drogenabhängig

Ich habe ihn erwischt ... er hatte sich gerade was eingeworfen, als ich mit ihm reden wollte ....